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 Jagdgebrauchshundezucht Unter Jagdgebrauchshundezucht verstehe ich die Verpaarung von Jagdhunden, der selben Rasse, mit dem Ziel, der Jägerschaft hochveranlagte Hunde für die Jagd zur Verfügung zu stellen und bestens geeignete Hunde für die Weiterzucht hervor zu bringen. Zuchthunde müssen, um den vorgenannten Zielsetzungen gerecht werden zu können, mit ihrem phäno- und genotypischen Leistungsvermögen und Erscheinungsbild über dem Rassedurchschnitt liegen. Ansonsten ist bei den Nachkommen ein Leistungsabfall unter den Rassedurchschnitt zu befürchten. Vor jeder Verpaarung muss eine ehrliche Bestandsaufnahme und Abgleich der Leistungen der Elterntiere und ggf. der bereits vorhandenen Nachzucht (Zuchterwartungswerte & bestätigte Zuchtwerte) erfolgen. Nur mit den besten zur Verfügung stehenden Hunden der Rasse zu züchten, sollte für jegliches züchterisches Handeln unser Leitgedanke sein. Unter Selektion der Zuchthunde ist die Auswahl aus den besten Jagdhunden für die Zucht zu verstehen. Die Zuchthündin ist der Schlüssel zum Erfolg. Die Hündin ist wenigsten zu 55% an der Vererbung beteiligt - der Rüde mit höchstens 45 %. Der beste Rüde kann mit einer genotypisch, leistungsschwachen Hündin nichts Besonderes hervorbringen. Aber dem Rüden werden die unbefriedigenden Nachzuchtergebnisse angerechnet (1x 0 bleibt eben 0). Das beste Beispiel ist eine Verpaarung aus dem Zuchtjahr 2014: Ein Rüde, der sehr viele spurlaute Nachkommen hat, wurde mit einer lautschwachen Hündin verpaart und brachte nicht einen einzigen spurlauten Nachkommen hervor. Wenn aus einem Wurf alle Nachkommen sehr gute Jagdhunde geworden sind und die Hälfte davon - darüber hinaus als „zuchtwürdig“ eingestuft werden kann - so sind die Hauptzuchtziele erfüllt und wir dürfen diesen Wurf als „gelungen“ bezeichnen. Wenn eine Nachfolgezuchthündin nicht wenigstens gleichwertige Leistungen, als Jagd- und Zuchthund, wie die Mutterhündin erbringt, ist das ein züchterischer Rückschritt. Eines unserer Hauptprobleme ist es, dass wir eine zu große Anzahl von Züchtern haben, die nur gelegentlich jagen. Wer die Augen vor dieser Realität verschließt, hängt Wunschträumen nach. Wie soll dieser Personenkreis aus eigenen Erfahrungen wissen was die Jagdpraxis in den unterschiedlichen Einsatzgebieten von einem Jagdhund fordert und was ein Universaljagdgebrauchshund dabei leisten muss, wenn sie die unterschiedlichen jagdlichen Einsatzgebiete nur vom „Hörensagen“ kennen. Leider ist es nicht bei allen Züchtern selbstverständlich, dass wir nur mit den besten Hunden der Rasse, die ihre jagdlichen Anlagen und Leistungen in allen Einsatzgebieten nachgewiesen haben, bei denen die Zuchterwartungswerte für die Nachkommen über dem Rassedurchschnitt liegen, für die Zucht einsetzen. Fakt ist, dass wir im KlM-Verband eine „Dreiklassenzucht“ haben, mit sehr unterschiedlichen Leistungen der Züchter, deren Zuchthunde und Zuchtprodukte. Solange eine Mehrheit in unserem Zuchtverband diese Dreiklassenzucht billigt, können wir diese Gegebenheiten zwar bedauern, müssen uns aber trotzdem damit arrangieren. Wenn wir in Zukunft den Anteil der Welpen aus Auslesezucht auf 30% steigern könnten und ehrlich zu den Leistungsunterschieden stehen und diese offen zugeben, können wir damit leben. Meine Zuchtstrategie:  Je mehr ich mich mit den züchterischen Belangen befasst habe entstand der Wunsch eine eigene Mutterlinie aufzubauen. Diese sollte durch kontinuierliche Linienzucht und gelegentlicher „Fremdblutzuführung“ entstehen. Nach Abwägung der Risiken und Chancen habe ich bewusst diese Zuchtmethode gewählt. Die Entstehungs-geschichte vieler Tierrassen beweisen, dass die größten Zuchtfortschritte mit Linienzucht erreicht wurden. Damit lassen sich positive wie negative Eigenschaften festigen und rezessiv, also verdeckt vorhandene und vererbte Eigenschaften sichtbar machen. (Dispositionen für Krankheiten oder Unzulänglichkeiten entstehen nicht durch Linien- oder Inzucht, sondern sie werden nur schneller ersichtlich; während bei Fremdpaarungen sich diese unerkannt ausbreiten können und unvermittelt in Erscheinung treten. Nachkommen aus permanenten Fremdpaarungen sind weit weniger zuverlässliche Vererber und im höheren Masse „unerkannte“ Vererber von genetisch bedingten Defekten.) Die fehlerfreien Nachkommen aus Linien- oder Inzucht sind oft sehr gute Zuchthunde, die meist fehlerfrei und zu verlässlich vererben und uns damit züchterisch schneller voran bringen. Nachkommen mit kleinen Unzulänglichkeiten (Zahnfehler etc.) können aber trotzdem überdurchschnittlich gute Jagdhunde sein. Umso weniger verstehe ich die Hysterie mit der diese Zuchtmethode in unserem Zuchtverband diskutiert und verteufelt wird. Ich empfehle jedem Kritiker sich die Entstehungsgeschichte der Rasse näher anzuschauen. Aus wenigen Ausgangshunden hat sich eine gesunde vitale Population entwickelt! Die Kritiker übersehen vor allem eines, das bereits innerhalb eines Wurfes, also unter Vollgeschwistern, eine nicht unerhebliche genetische Varianz besteht. Und bei der Weiterzucht dieser Geschwistern, selbst in Linienzucht, die genetische Varianz innerhalb der daraus hervorgehenden Cousins ersten Grades weiter kontinuierlich ansteigt. (Der Inzuchtgrad von Cousins ersten Grades liegt bei 6,25 %). Außerdem haben wissenschaftliche Studien erwiesen, dass die Züchtung nach Leistungsmerkmalen einen gewissen Schutz vor den unerwünschten Folgen von Inzucht bietet, und dies selbst in Inzuchtlinien. Auch der größte Kritiker der Verwandtschaftszucht, Dr. Helmut Wachtel erkennt dies an. Zitat Dr.rer.nat.tech.Hellmuth: „So zeigten in DNS-Studien Jagdhunde eine unerwartet hohe genetische Vielfalt auch bei erhöhtem rechnerischem Inzuchtgrad. Selektion auf Leistung kann nämlich der Genverarmung entgegenwirken, wenn sie die Heterozygotie fördert. Heterozygotie (Spalterbigkeit) geht ja oft mit höherer Vitalität und Lebenskraft Hand in Hand, also werden bei Leistungsselektion gleichzeitig die Tiere mit mehr heterozygoten Genen selektiert.“ Die Diskussion um Inzucht, Linienzucht, Inzuchtkoeffizient und deren eventueller negativer Auswirkungen auf die Zuchtprodukte, wird in unserem Verband sehr kontrovers und emotional und nicht immer auf der Grundlage von gesicherten Fakten geführt. Die Diskussionen über die Inzuchtproblematik gleichen eher einer Gespensterdiskussion als einer ernst zu nehmenden Sachdiskussion, frei nach dem Motto: Keiner weiß Bescheid, aber jeder redet mit. Marion Hartung (ehemalige Zuchtbuchführerin) schreibt dazu 2004 folgendes: „Wie mir im Gespräch mitgeteilt wurde, konnten die meisten Zuchtwarte während der Zuchtwartetagung im Juni 2004 die diskutierten Werte (Inzuchtkoeffiziente ect.) und ihre Folgen nicht einschätzen, dieser Eindruck ist auch bei mir entstanden.“ Daran scheint sich bei vielen Zuchtverantwortlichen bis heute kaum etwas geändert zu haben! Auch die nachfolgende Meinung ist für mich nicht nachvollziehbar: Der Verband bemüht sich um eine breite Zuchtbasis und dies geht nur, wenn ich mit einem möglichst niedrigen Inzuchtwert züchte und dazu möglichst viele Zuchttiere aus möglichst vielen verschiedenen Zuchtlinien einsetze. Das bedeutet, dass ich bei meinen Nachkommen möglichst viele Ahnen habe. Das Bemühen um eine breite Zuchtbasis wird jeder unterstützen - den beschriebene Weg hierzu finde ich allerdings für nicht zielführend. Die Meinung, wonach wir nur über einen möglichst niedrigen Inzuchtwert zu einer breiten Zuchtbasis kommen, ist schlichtweg falsch. Zielführender wäre es dagegen, wenn wir die Anzahl der VGP geführten Rüden und Hündinnen merklich steigern und damit die Anzahl der zuchttauglichen und zuchtwürdigen Hunde erhöhen könnten. (Ein nachhaltiger Anreiz dafür wäre eine jährlich stattfindende Bundes-VGP.) An dieser Stelle möchte ich zwei weitere Probleme ansprechen: Absolut kontraproduktiv ist es, gering qualifizierte Rüden für die Zucht einzusetzen, um eine breitere Zuchtbasis zu bekommen. Wir werden unsere Zuchtbasis nicht erweitern, wenn wir wie bisher junge, hochqualifizierte Rüden nicht frühzeitig zur Zucht einsetzen oder sie von vornherein schlecht reden. Wir sollten diese Jungrüden am Anfang mit mehreren, bereits zuchterprobten, Hündinnen (5 Deckakte) verpaaren und uns danach die Nachzuchtergebnisse kritisch anschauen. Hier sind auch die Zuchtwarte gefordert. Bei einer positiven Bewertung der Nachzucht können diese Rüden danach entsprechend der Nachfrage zur Zucht eingesetzt werden. Ebenso sollten die Zuchtwarte Hundeführer die einen positiv auffälligen Junghund führen, gezielt ansprechen und ermuntern diesen als Zuchthund zu qualifizieren. (VGP- Teilnahme, HD-Untersuchung etc.) Zu meinen vorhergehenden Ausführungen möchte ich nochmals unsere verstorbene Zuchtbuchführerin zitieren: Zitat Marion Hartung: „Die Festlegung eines zu niedrigen Inzuchtkoeffizienten als Zuchtbedingung, macht eine planmäßige Linienzucht unmöglich. Diese ist aber ein Grundpfeiler des züchterischen Handelns, denn Individuen, die aus relativen Fremdzuchten stammen, erreichen niemals eine gewisse Erbreinheit, d.h. sie geben ihre guten, phänotypischen Eigenschaften nur selten an ihre Nachkommen weiter. Züchterisch gesehen, handelt es sich um Zufallsprodukte und daher Eintagsfliegen.“ Zitat Marion Hartung: „Macht ein Züchter einen wesentlichen Denkfehler, so richtet er seine Zucht zugrunde, macht die Zuchtleitung einen solchen Fehler und zwingt alle Züchter diesem Weg zu folgen, so richtet sie die Rasse zugrunde.“ Im KlM-Verband besteht derzeit die große Gefahr mit der weitverbreiteten „Inzuchthysterie“ gerade diesen gravierenden Fehler zu begehen. Unterhält man sich mit namhaften Fachleuten und schildert ihnen die Positionen die unsere Zuchtverantwortlichen dazu einnehmen so bekommt man als Antwort oftmals nur ein „Kopfschütteln und mitleidiges Lächeln“. Gerade so unverzichtbare Eigenschaften wie Raubzeugschärfe, Spurlaut usw., die vielen Zuchttieren der Rasse fehlen, lassen sich durch gezielte Verpaarung in Linienzucht am sichersten festigen. Eine sehr gute Kenntnis der Eigenschaften der Elterntiere und deren kritische Beurteilung sind dafür allerdings Voraussetzung. Jede Fremdpaarung ist eine vergebene Chance die Leistungsfähigkeit und Gesundheit unser Hunde zu verbessern. Die Nachkommen einer Fremdpaarung werden im Durchschnitt, wenn auch günstigenfalls nur geringfügig, unter den Leistungen der Elterntiere liegen. Selbst wenn auf Grund der Zuchterwartungswerte positivere Ergebnisse zu erwarten wären, werden sie hinter einer vergleichbaren Paarung in Linienzucht zurückliegen. Sowenig ein Bauer nur mit einer Kuh ernsthaft Rinderzucht betreiben kann, sowenig kann ein einzelner Jagdhundezüchter nachhaltig Jagdgebrauchshunde züchten. Wenn man in der Fachliteratur Abhandlungen über das Züchten liest, wird man immer wieder bemerken, dass dabei von den Hündinnen des Züchters die Rede ist. In der Jagdgebrauchshundezucht ist die Realität aber oftmals eine andere. Bei den meisten Züchtern ist die Zuchthündin auch deren alleiniger Jagdhund. Die wenigsten Züchter haben zwei oder mehr Hündinnen, weil sie sonst den jagdlichen Bedürfnissen ihrer Hunde, der Familie oder dem Beruf nicht gerecht werden können. Außerdem werden in vielen Zuchtstätten nur wenige Würfe gezogen. Darum ist die Jagdgebrauchshundezucht eine Gemeinschaftsaufgabe, die am besten innerhalb einer Landesgruppe zusammen mit Gleichgesinnten erfolgt. Wünschenswert wäre der Aufbau wenigstens einer gemeinsamen, in Linie gezogenen Mutterlinie in jeder Landesgruppe, an der sich jeder Züchter der Landesgruppe beteiligen kann. Zuchtleiter könnte dabei der jeweilige Landesgruppenzuchtwart sein, sofern er über die erforderliche Sachkenntnis und Erfahrung verfügt. (Der Aufbau einer Mutterlinie braucht Zeit und Ausdauer, bei mir über sechs Generationen, fast 40 Jahre.) Wegen der frühzeitigen Einbindung in die KlM Verbandsarbeit, aber auch der Einsicht folgend, dass es einem einzelnen Züchter, mit relativ wenigen Würfen, auf Dauer kaum gelingen kann, nennenswerte Zuchtfortschritte zu erzielen, habe ich mich um die Entstehung einer Züchtergemeinschaft mit gleichen Zielsetzungen bemüht. Als Zuchtwart ist es mir gelungen mit einigen Züchtern der LG Südbayern in einer losen Interessengemeinschaft, aus den besten Zuchthunden eine solide Zuchtbasis zu begründen. Erfreulicher Weise wird diese Initiative, gegenwärtig zusammen mit Hundeerwerbern aus unterschiedlichen Innleit’n-Würfen, erfolgreich weiterbetrieben. Es ist mir eine große Freude und Genugtuung, dass die Innleit’n Mutterlinie bis heute Bestand hat.

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 Jagdgebrauchshundezucht Unter Jagdgebrauchshundezucht verstehe ich die Verpaarung von Jagdhunden, der selben Rasse, mit dem Ziel, der Jägerschaft hochveranlagte Hunde für die Jagd zur Verfügung zu stellen und bestens geeignete Hunde für die Weiterzucht hervor zu bringen. Zuchthunde müssen, um den vorgenannten Zielsetzungen gerecht werden zu können, mit ihrem phäno- und genotypischen Leistungsvermögen und Erscheinungsbild über dem Rassedurchschnitt liegen. Ansonsten ist bei den Nachkommen ein Leistungsabfall unter den Rassedurchschnitt zu befürchten. Vor jeder Verpaarung muss eine ehrliche Bestandsaufnahme und Abgleich der Leistungen der Elterntiere und ggf. der bereits vorhandenen Nachzucht (Zuchterwartungswerte & bestätigte Zuchtwerte) erfolgen. Nur mit den besten zur Verfügung stehenden Hunden der Rasse zu züchten, sollte für jegliches züchterisches Handeln unser Leitgedanke sein. Unter Selektion der Zuchthunde ist die Auswahl aus den besten Jagdhunden für die Zucht zu verstehen. Die Zuchthündin ist der Schlüssel zum Erfolg. Die Hündin ist wenigsten zu 55% an der Vererbung beteiligt - der Rüde mit höchstens 45 %. Der beste Rüde kann mit einer genotypisch, leistungsschwachen Hündin nichts Besonderes hervorbringen. Aber dem Rüden werden die unbefriedigenden Nachzuchtergebnisse angerechnet (1x 0 bleibt eben 0). Das beste Beispiel ist eine Verpaarung aus dem Zuchtjahr 2014: Ein Rüde, der sehr viele spurlaute Nachkommen hat, wurde mit einer lautschwachen Hündin verpaart und brachte nicht einen einzigen spurlauten Nachkommen hervor. Wenn aus einem Wurf alle Nachkommen sehr gute Jagdhunde geworden sind und die Hälfte davon - darüber hinaus als „zuchtwürdig“ eingestuft werden kann - so sind die Hauptzuchtziele erfüllt und wir dürfen diesen Wurf als „gelungen“ bezeichnen. Wenn eine Nachfolgezuchthündin nicht wenigstens gleichwertige Leistungen, als Jagd- und Zuchthund, wie die Mutterhündin erbringt, ist das ein züchterischer Rückschritt. Eines unserer Hauptprobleme ist es, dass wir eine zu große Anzahl von Züchtern haben, die nur gelegentlich jagen. Wer die Augen vor dieser Realität verschließt, hängt Wunschträumen nach. Wie soll dieser Personenkreis aus eigenen Erfahrungen wissen was die Jagdpraxis in den unterschiedlichen Einsatzgebieten von einem Jagdhund fordert und was ein Universaljagdgebrauchshund dabei leisten muss, wenn sie die unterschiedlichen jagdlichen Einsatzgebiete nur vom „Hörensagen“ kennen. Leider ist es nicht bei allen Züchtern selbstverständlich, dass wir nur mit den besten Hunden der Rasse, die ihre jagdlichen Anlagen und Leistungen in allen Einsatzgebieten nachgewiesen haben, bei denen die Zuchterwartungswerte für die Nachkommen über dem Rassedurchschnitt liegen, für die Zucht einsetzen. Fakt ist, dass wir im KlM-Verband eine „Dreiklassenzucht“ haben, mit sehr unterschiedlichen Leistungen der Züchter, deren Zuchthunde und Zuchtprodukte. Solange eine Mehrheit in unserem Zuchtverband diese Dreiklassenzucht billigt, können wir diese Gegebenheiten zwar bedauern, müssen uns aber trotzdem damit arrangieren. Wenn wir in Zukunft den Anteil der Welpen aus Auslesezucht auf 30% steigern könnten und ehrlich zu den Leistungsunterschieden stehen und diese offen zugeben, können wir damit leben. Meine Zuchtstrategie:  Je mehr ich mich mit den züchterischen Belangen befasst habe entstand der Wunsch eine eigene Mutterlinie aufzubauen. Diese sollte durch kontinuierliche Linienzucht und gelegentlicher „Fremdblutzuführung“ entstehen. Nach Abwägung der Risiken und Chancen habe ich bewusst diese Zuchtmethode gewählt. Die Entstehungs-geschichte vieler Tierrassen beweisen, dass die größten Zuchtfortschritte mit Linienzucht erreicht wurden. Damit lassen sich positive wie negative Eigenschaften festigen und rezessiv, also verdeckt vorhandene und vererbte Eigenschaften sichtbar machen. (Dispositionen für Krankheiten oder Unzulänglichkeiten entstehen nicht durch Linien- oder Inzucht, sondern sie werden nur schneller ersichtlich; während bei Fremdpaarungen sich diese unerkannt ausbreiten können und unvermittelt in Erscheinung treten. Nachkommen aus permanenten Fremdpaarungen sind weit weniger zuverlässliche Vererber und im höheren Masse „unerkannte“ Vererber von genetisch bedingten Defekten.) Die fehlerfreien Nachkommen aus Linien- oder Inzucht sind oft sehr gute Zuchthunde, die meist fehlerfrei und zu verlässlich vererben und uns damit züchterisch schneller voran bringen. Nachkommen mit kleinen Unzulänglichkeiten (Zahnfehler etc.) können aber trotzdem überdurchschnittlich gute Jagdhunde sein. Umso weniger verstehe ich die Hysterie mit der diese Zuchtmethode in unserem Zuchtverband diskutiert und verteufelt wird. Ich empfehle jedem Kritiker sich die Entstehungsgeschichte der Rasse näher anzuschauen. Aus wenigen Ausgangshunden hat sich eine gesunde vitale Population entwickelt! Die Kritiker übersehen vor allem eines, das bereits innerhalb eines Wurfes, also unter Vollgeschwistern, eine nicht unerhebliche genetische Varianz besteht. Und bei der Weiterzucht dieser Geschwistern, selbst in Linienzucht, die genetische Varianz innerhalb der daraus hervorgehenden Cousins ersten Grades weiter kontinuierlich ansteigt. (Der Inzuchtgrad von Cousins ersten Grades liegt bei 6,25 %). Außerdem haben wissenschaftliche Studien erwiesen, dass die Züchtung nach Leistungsmerkmalen einen gewissen Schutz vor den unerwünschten Folgen von Inzucht bietet, und dies selbst in Inzuchtlinien. Auch der größte Kritiker der Verwandtschaftszucht, Dr. Helmut Wachtel erkennt dies an. Zitat Dr.rer.nat.tech.Hellmuth: „So zeigten in DNS-Studien Jagdhunde eine unerwartet hohe genetische Vielfalt auch bei erhöhtem rechnerischem Inzuchtgrad. Selektion auf Leistung kann nämlich der Genverarmung entgegenwirken, wenn sie die Heterozygotie fördert. Heterozygotie (Spalterbigkeit) geht ja oft mit höherer Vitalität und Lebenskraft Hand in Hand, also werden bei Leistungsselektion gleichzeitig die Tiere mit mehr heterozygoten Genen selektiert.“ Die Diskussion um Inzucht, Linienzucht, Inzuchtkoeffizient und deren eventueller negativer Auswirkungen auf die Zuchtprodukte, wird in unserem Verband sehr kontrovers und emotional und nicht immer auf der Grundlage von gesicherten Fakten geführt. Die Diskussionen über die Inzuchtproblematik gleichen eher einer Gespensterdiskussion als einer ernst zu nehmenden Sachdiskussion, frei nach dem Motto: Keiner weiß Bescheid, aber jeder redet mit. Marion Hartung (ehemalige Zuchtbuchführerin) schreibt dazu 2004 folgendes: „Wie mir im Gespräch mitgeteilt wurde, konnten die meisten Zuchtwarte während der Zuchtwartetagung im Juni 2004 die diskutierten Werte (Inzuchtkoeffiziente ect.) und ihre Folgen nicht einschätzen, dieser Eindruck ist auch bei mir entstanden.“ Daran scheint sich bei vielen Zuchtverantwortlichen bis heute kaum etwas geändert zu haben! Auch die nachfolgende Meinung ist für mich nicht nachvollziehbar: Der Verband bemüht sich um eine breite Zuchtbasis und dies geht nur, wenn ich mit einem möglichst niedrigen Inzuchtwert züchte und dazu möglichst viele Zuchttiere aus möglichst vielen verschiedenen Zuchtlinien einsetze. Das bedeutet, dass ich bei meinen Nachkommen möglichst viele Ahnen habe. Das Bemühen um eine breite Zuchtbasis wird jeder unterstützen - den beschriebene Weg hierzu finde ich allerdings für nicht zielführend. Die Meinung, wonach wir nur über einen möglichst niedrigen Inzuchtwert zu einer breiten Zuchtbasis kommen, ist schlichtweg falsch. Zielführender wäre es dagegen, wenn wir die Anzahl der VGP geführten Rüden und Hündinnen merklich steigern und damit die Anzahl der zuchttauglichen und zuchtwürdigen Hunde erhöhen könnten. (Ein nachhaltiger Anreiz dafür wäre eine jährlich stattfindende Bundes-VGP.) An dieser Stelle möchte ich zwei weitere Probleme ansprechen: Absolut kontraproduktiv ist es, gering qualifizierte Rüden für die Zucht einzusetzen, um eine breitere Zuchtbasis zu bekommen. Wir werden unsere Zuchtbasis nicht erweitern, wenn wir wie bisher junge, hochqualifizierte Rüden nicht frühzeitig zur Zucht einsetzen oder sie von vornherein schlecht reden. Wir sollten diese Jungrüden am Anfang mit mehreren, bereits zuchterprobten, Hündinnen (5 Deckakte) verpaaren und uns danach die Nachzuchtergebnisse kritisch anschauen. Hier sind auch die Zuchtwarte gefordert. Bei einer positiven Bewertung der Nachzucht können diese Rüden danach entsprechend der Nachfrage zur Zucht eingesetzt werden. Ebenso sollten die Zuchtwarte Hundeführer die einen positiv auffälligen Junghund führen, gezielt ansprechen und ermuntern diesen als Zuchthund zu qualifizieren. (VGP-Teilnahme, HD-Untersuchung etc.) Zu meinen vorhergehenden Ausführungen möchte ich nochmals unsere verstorbene Zuchtbuchführerin zitieren: Zitat Marion Hartung: „Die Festlegung eines zu niedrigen Inzuchtkoeffizienten als Zuchtbedingung, macht eine planmäßige Linienzucht unmöglich. Diese ist aber ein Grundpfeiler des züchterischen Handelns, denn Individuen, die aus relativen Fremdzuchten stammen, erreichen niemals eine gewisse Erbreinheit, d.h. sie geben ihre guten, phänotypischen Eigenschaften nur selten an ihre Nachkommen weiter. Züchterisch gesehen, handelt es sich um Zufallsprodukte und daher Eintagsfliegen.“ Zitat Marion Hartung: „Macht ein Züchter einen wesentlichen Denkfehler, so richtet er seine Zucht zugrunde, macht die Zuchtleitung einen solchen Fehler und zwingt alle Züchter diesem Weg zu folgen, so richtet sie die Rasse zugrunde.“ Im KlM-Verband besteht derzeit die große Gefahr mit der weitverbreiteten „Inzuchthysterie“ gerade diesen gravierenden Fehler zu begehen. Unterhält man sich mit namhaften Fachleuten und schildert ihnen die Positionen die unsere Zuchtverantwortlichen dazu einnehmen so bekommt man als Antwort oftmals nur ein „Kopfschütteln und mitleidiges Lächeln“. Gerade so unverzichtbare Eigenschaften wie Raubzeugschärfe, Spurlaut usw., die vielen Zuchttieren der Rasse fehlen, lassen sich durch gezielte Verpaarung in Linienzucht am sichersten festigen. Eine sehr gute Kenntnis der Eigenschaften der Elterntiere und deren kritische Beurteilung sind dafür allerdings Voraussetzung. Jede Fremdpaarung ist eine vergebene Chance die Leistungsfähigkeit und Gesundheit unser Hunde zu verbessern. Die Nachkommen einer Fremdpaarung werden im Durchschnitt, wenn auch günstigenfalls nur geringfügig, unter den Leistungen der Elterntiere liegen. Selbst wenn auf Grund der Zuchterwartungswerte positivere Ergebnisse zu erwarten wären, werden sie hinter einer vergleichbaren Paarung in Linienzucht zurückliegen. Sowenig ein Bauer nur mit einer Kuh ernsthaft Rinderzucht betreiben kann, sowenig kann ein einzelner Jagdhundezüchter nachhaltig Jagdgebrauchshunde züchten. Wenn man in der Fachliteratur Abhandlungen über das Züchten liest, wird man immer wieder bemerken, dass dabei von den Hündinnen des Züchters die Rede ist. In der Jagdgebrauchshundezucht ist die Realität aber oftmals eine andere. Bei den meisten Züchtern ist die Zuchthündin auch deren alleiniger Jagdhund. Die wenigsten Züchter haben zwei oder mehr Hündinnen, weil sie sonst den jagdlichen Bedürfnissen ihrer Hunde, der Familie oder dem Beruf nicht gerecht werden können. Außerdem werden in vielen Zuchtstätten nur wenige Würfe gezogen. Darum ist die Jagdgebrauchshundezucht eine Gemeinschaftsaufgabe, die am besten innerhalb einer Landesgruppe zusammen mit Gleichgesinnten erfolgt. Wünschenswert wäre der Aufbau wenigstens einer gemeinsamen, in Linie gezogenen Mutterlinie in jeder Landesgruppe, an der sich jeder Züchter der Landesgruppe beteiligen kann. Zuchtleiter könnte dabei der jeweilige Landesgruppenzuchtwart sein, sofern er über die erforderliche Sachkenntnis und Erfahrung verfügt. (Der Aufbau einer Mutterlinie braucht Zeit und Ausdauer, bei mir über sechs Generationen, fast 40 Jahre.) Wegen der frühzeitigen Einbindung in die KlM Verbandsarbeit, aber auch der Einsicht folgend, dass es einem einzelnen Züchter, mit relativ wenigen Würfen, auf Dauer kaum gelingen kann, nennenswerte Zuchtfortschritte zu erzielen, habe ich mich um die Entstehung einer Züchtergemeinschaft mit gleichen Zielsetzungen bemüht. Als Zuchtwart ist es mir gelungen mit einigen Züchtern der LG Südbayern in einer losen Interessengemeinschaft, aus den besten Zuchthunden eine solide Zuchtbasis zu begründen. Erfreulicher Weise wird diese Initiative, gegenwärtig zusammen mit Hundeerwerbern aus unterschiedlichen Innleit’n-Würfen, erfolgreich weiterbetrieben. Es ist mir eine große Freude und Genugtuung, dass die Innleit’n Mutterlinie bis heute Bestand hat.
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